Die Sportbranche wächst und wächst und ist mittlerweile zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden. Das wird einem spätestens dann klar, wenn man mal einen Blick in Sportgeschäfte wirft, nach Vereinen sucht oder sich verschiedene Meisterschaften im Fernsehen ansieht. Und wie heißt es so schön? Wo gehobelt wird, fallen Späne und so besteht ein großer Bedarf an gut ausgebildeten und qualifizierten Sportökonomen bzw. Sportmanagern.
Was macht ein Sportökonom? Eigentlich kann man es zunächst ganz einfach herunterbrechen: Er plant, organisiert, verwaltet, überblickt und kümmert sich um Geschäftsaktivitäten im Bereich Sport und Sportvermarktung.
Je nachdem ob du in einem Verein, Verband, bei Kommunen oder in einem sehr großen Unternehmen arbeitest, können deine Aufgabengebiete unterschiedlich aussehen. So bleibt die Arbeit immer abwechslungsreich.
- Du erstellst Analysen und Konzepte für neue Projekte, zum Beispiel wie du ein neues Sportprodukt auf den Markt etablieren möchtest. Du analysierst aber auch den aktuellen Stand deines Unternehmens oder Vereins und arbeitest Verbesserungskonzepte aus.
- In einem großen oder auch internationalen Unternehmen hast du den Sportmarkt mit einem fachmännischen Auge im Blick und analysierst ihn.
- Du betreust laufende Projekte und überwachst den reibungslosen Ablauf für einen maximalen Erfolg.
- Auch Finanzen und Budgets fallen in deinen Bereich, die du kontrollierst und verwaltest: du erstellst Finanzierungspläne und kontrollierst die Einhaltung.
- Du suchst nach Sponsoren und Werbepartnern, zum Beispiel für Vereine oder Events.
- Positionierst das Unternehmen, in dem du tätig bist, auf dem Markt.
- Bist du in einem Sportverein tätig, planst du auch durchaus schonmal ein Sportevent. Hierzu kann es auch nicht schlecht sein, Kontakte zu anderen Vereinen und Verbänden zu pflegen und mit ihnen zu kooperieren.
- Auch Beratungstätigkeiten gehören zu deinem Job als Sportökonom dazu.
- Nach einem Masterabschluss oder einer Promotion kannst du auch in wissenschaftlicher Forschung und/oder Lehre arbeiten.
Mit welchen Fragen setzt du dich als Sportökonom unter anderem auseinander?
Welche Sportarten liegen im Trend? Wie kann man aus dieser Sportart Profit ziehen - durch neue Sportgeräte oder passende Events? Wie findet man Sponsoren, zum Beispiel für Trikotwerbung? Mit welchen Marketingkonzepten kann ich Kunden ansprechen und ein Produkt erfolgreich auf den Markt bringen? Welche PR-Maßnahmen müssen unternommen werden, um ein Event publikumswirksam und attraktiv für Sponsoren zu machen? Welche Finanzen müssen investiert werden, um den gewünschten Erfolg zu erzielen?
Die Fragestellungen sind überaus vielfältig. Die hier genannten möglichen Fragen bilden nur einen kleinen Bruchteil deines Aufgabenfeldes.
Wo arbeiten Sportökonomen?
Sportökonomen – oder auch Sportmanager – können in verschiedenen Einrichtungen arbeiten. Die Einsatzmöglichkeiten sind überaus vielfältig. Du kannst dich auf einen bestimmten Bereich spezialisieren oder als Allrounder arbeiten.
Zum Beispiel bei
- Sportverbänden und Sportämtern
- Sportvereinen
- Betreibern von Sportanlagen
- Sportartikelhersteller
- Sportvermarktungs- und Sportreiseagenturen
- Tourismusunternehmen
- Hochschulen
- Medien
- Gesundheits- und Fitnessunternehmen
- Unternehmensberatungen